Von Null auf Hundert oder #backtolife.

Von Null auf Hundert oder #backtolife. Wir alle freuen uns, dass der Umgang wieder normaler, das Leben wieder fröhlicher, die menschlichen Begegnungen wieder zahlreicher werden. Natürlich wollen wir uns sehen, persönlich treffen, miteinander essen, trinken und reden. Netzwerken, austauschen, Spaß haben. Aber ob alles wieder so wird wie es einmal war? Ganz sicher nicht. Sehr viele Unternehmen haben gemerkt, was Mann und Frau ohne Reisekosten zu verursachen und die Lounges dieser Welt leerzutrinken alles leisten können. An Meetings und Weiterbildungen, an Terminen und Absprachen. An Verkaufen und Geld verdienen.

Viele Arbeitsnehmer*innen haben in den letzten 12 Monaten gemerkt, wie angenehm es ist, keine 2, gar 3 oder 4 Stunden im Stau auf dem Weg hin und her zur Arbeit zu stehen. Manche Menschen haben weiterhin Angst. Oder Respekt. Vor zu vielen anderen, vor den Mutationen. Ein Glas Bier in der Außengastronomie ist noch kein Workshop mit 40 anderen in einem kleinen Raum, ist noch kein parlamentarischer Abend mit hunderten anderen am Buffet oder gar eine Messe mit tausenden aus aller Welt.

Aber was will ich mit dieser fast schon allgemeinplatzartigen Aussage in Woche drei der ersten Postpandemieschritte sagen: Hybrid bleibt. Manch ein Messe-, Kongress- und Tagungs-Veranstalter wird sich noch umschauen, wie wenige dann doch wirklich in Präsenz erscheinen – aus welchen Gründen aus immer. Parallel dazu wird das digitale nicht mehr verschwinden, auch nicht der digitale Zugang zu Informationen, zu Veranstaltungen, zu Input, virtueller Teilhabe oder Mitdabeisein aber ohne Flüge, Zeitverlust und hohe Kosten. Was wir jetzt gelernt haben in den letzten anderthalb Jahren, das lassen wir doch nicht einfach links liegen, das gehört jetzt dazu. Also übertragen wir in Zukunft sicher weiterhin Veranstaltungen ins Netz, verkaufen Online-Tickets, streamen, was das Zeug hält, auch um Ausstellern, Sponsoren, Förderern die vielen potentiellen digitalen Teilnehmer*innen nicht vorzuenthalten. Für die Organisatoren und Veranstalter eine Herausforderung: digital und analog geschickt verbinden ist eine Kunst. Teilhabe am Endgerät mit Präsenzauftritten zu verknüpfen eine Leistung. Zusammenarbeit im virtuellen und realen Raum zu ermöglichen: ein Meisterstück.